Nachdem die Gemeinderäte beider Ortschaften Thomashardt und Hegenlohe Anfang 1970 in einem Beschluss die Zusammenlegung beider Ortschaften und die Bildung einer Einheitsgemeinde befürwortet hatten, ging man daran, die Einwohner zu überzeugen. In mehreren Bürgerversammlungen hat der damalige Bürgermeister beider Ortschaften Karl Roos engagiert für die Neuorganisation geworben und die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von Hegenlohe und Thomashardt hinter sich gebracht. Dies endete schließlich in einem offiziellen Bürgeranhörungsverfahren. Am 13. Dezember 1970 hat die Bürgerschaft bei einer hohen Wahlbeteiligung für die Einheitsgemeinde gestimmt, und zwar mit deutlich über 90%.

Der Entscheidungsprozeß über die Namensgebung der neuen Gemeinde verlief zunächst nicht so glatt. Von allen möglichen Seiten kamen Vorschläge. Die Anregungen "Hegenhardt" und "Thomaslohe" als einfache Silbenkombination wurden von den Gemeinderäten sofort als zu simpel zurückgewiesen. Das gleiche galt für die Empfehlung "Schlichtenwald" des Staatl. Amts für Volkskunde in Stuttgart. So heißt es in einem Gemeinderatsprotokoll vom 04. November 1970: Dieser Vorschlag wird vom Gemeinderat deshalb nicht akzeptiert, weil der Name Schlichtenwald einmal sehr altmodisch klingt und außerdem Assoziationen zu "etwas einfältig" erweckt. Darüber hinaus hieß es, sei eine Namensähnlichkeit mit der Nachbargemeinde Schlichten nicht erwünscht. Abgelehnt wurden auch die Vorschläge Hohenlau, Schurdorf, Langgehren und Langrain. Die beste Idee hatte schließlich der Gärtner. Hermann Roos aus Thomashardt regte an, die neue Gemeinde "Lichtenwald" zu nennen. Einen besseren Vorschlag als den des alteingesessenen Bürgers hätte es gar nicht geben können. Bereits in alten Forstlagerbüchern des Forstamts Schorndorf aus dem Jahr 1555 war unter Bezugnahme auf die Gemeinden Hegenlohe und Thomashardt vom lichten wald, dem sogenannten verderbten Wald, der als Weidewald genutzt wurde, die Rede. Auch in den Teilnamen "Lohe" und "Hardt" steckt der Begriff Weidewald bzw. lichter Wald. So konnte eine Beziehung des neuen Namens mit den alten Ortsnamen hergestellt werden.