Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse

Bürgermeister Rentschler gab bekannt, dass in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen wurde, die Auszubildende Frau Rippen ab dem 01.09.2012 mit 100% als Verwaltungsmitarbeiterin zu übernehmen, da die bisherige Teilzeitkraft im Bürgerbüro, Frau Sonn, die Gemeindeverwaltung verlassen wird.
Des Weiteren wurde beschlossen, dass die alte Halle bis zum Abbruch im Sommer ab sofort zu denselben Konditionen wie das Bürgerzentrum auch an Privatpersonen vermietet werden kann.

Bausachen

Neubau eines Wohnhauses mit Garage, Gassenäcker 18/1

Es liegt ein Antrag im Kenntnisgabeverfahren mit Befreiung von den Bebauungsplanfestsetzungen vor.
Zum geplanten Wohnhaus soll eine Garage mit Flachdach errichtet werden. Da im Baugebiet Hohenrain/Gassenäcker bereits zahlreiche Befreiungen für Flachdachgaragen erteilt wurden, empfahl die Verwaltung, hierzu das Einvernehmen zu erteilen.
Ohne weitere Aussprache hat der Gemeinderat daraufhin mit großer Mehrheit den Beschluss zur Erteilung des Einvernehmens gefasst.

Neubau einer Doppelhaushälfte mit Carport und Stellplatz, Hohenrain 8

Es liegt ein Antrag im Kenntnisgabeverfahren mit Befreiungen/Ausnahmen von den Bebauungsplanfestsetzungen vor.
Das geplante Wohnhaus überschreitet die zugelassene Grundfläche geringfügig, ebenso tangiert der geplante Stellplatz das Pflanzgebot. Die Verwaltung empfahl, zu diesen beiden Ausnahmen das Einvernehmen zu erteilen, da auf diesem kleinen Bauplatz ansonsten kein vernünftig nutzbares Gebäude errichtet und die Stellplatzverpflichtung nicht erfüllt werden kann.
Der geplante Carport besitzt ein Flachdach. Auch zu dieser beantragten Befreiung empfahl die Verwaltung, das Einvernehmen zu erteilen, da dies anderen Bauherren bereits zahlreich erteilt wurde.
Ein Gemeinderat drückte seine Zustimmung zum Vorhaben aus, da so ein sehr klein geschnittener Bauplatz gut ausgenützt werde.
Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat sodann sein Einvernehmen zu den beantragten Befreiungen/Ausnahmen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt.

Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Einliegerwohnung, Hohenrain 47

Es liegt ein Antrag im Kenntnisgabeverfahren mit mehreren Anträgen auf Befreiung und Abweichung vor. Das Bauvorhaben wurde bereits in der Januar-Sitzung behandelt und nochmals umgeplant.
Die beantragte Flachdachgarage wurde bereits bei zahlreichen anderen Vorhaben bewilligt, weshalb ohne weitere Diskussion hierfür mit großer Mehrheit das Einvernehmen erteilt wurde.
Ebenso wurde mit großer Mehrheit für die Baugrenzenüberschreitung durch die Außentreppe das Einvernehmen erteilt, da es auch hier bereits Präzedenzfälle im Baugebiet gibt.
Für die abgeschrägte Doppelgarage wurde von den Bauherren eine Baugrenzenüberschreitung auf der nördlichen Seite beantragt, die an der breitesten Stelle 36 cm beträgt. Die Verwaltung empfahl, hierzu das Einvernehmen zu erteilen, da ansonsten zwei normale PKWs nur schwer darin Platz finden. Dem schloss sich der Gemeinderat mehrheitlich an.
Für die Ostseite der Garage wurde ebenfalls eine Baugrenzenüberschreitung um 20 cm auf der gesamten Garagenbreite beantragt. Hier empfahl die Verwaltung, das Einvernehmen nicht zu erteilen, da die Garagenlänge für normale PKWs ausreichend ist. Eine Gemeinderätin äußerte, dass für sie diese Baugrenzenüberschreitung nicht gravierend wäre und sie deshalb ihr Einvernehmen dazu erteilen werde. Dem schloss sich das Gremium an und erteilte mehrheitlich auch für diese Baugrenzenüberschreitung sein Einvernehmen.
Ein Gemeinderat drückte sein generelles Missfallen über die zahlreichen Ausnahmen, Abweichungen und Befreiungen, die im gesamten Baugebiet erteilt werden, aus. Der Bürgermeister entgegnete darauf, dass man in diesem Baugebiet eine sehr strikte Linie diesbezüglich eingehalten hat und diese aus Gleichbehandlungsgründen auch für zukünftige Bauvorhaben so beibehalten müsse.

Beratung und Beschluss der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2012

Vor dem Beschluss trugen Bürgermeister Rentschler und Gemeindekämmerer Rieker ihre Haushaltsreden vor:

Haushaltsrede Bürgermeister Rentschler:


„Meine Damen und Herren,

das Zahlenwerk der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2012 liegt Ihnen vor.

Trotz der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in der Eurozone zeigt sich unsere heimische Konjunktur davon bisher Gott sei dank unbeeindruckt.
Das bedeutet für uns bei konstanten Einnahmen bei der Grundsteuer in Höhe von rund 340.000 € eine spürbare Verbesserung beim Einkommensteueranteil auf rund 1,28 Mio. €, der die Planansätze der vergangenen drei Jahre deutlich übersteigt.

Lediglich die Gewerbesteuer stagniert seit 2010 trotz der wirtschaftlichen Erholung auf konstant niedrigem Niveau. In 2012 erwarten wir rund 170.000 € Einnahmen daraus.
Das bestärkt mich in der Ansicht, dass unsere gemeinsame Entscheidung zur Entwicklung des Baugebietes „Thomashardt Ost“ mit gewerblichem Schwerpunkt für kleine mittelständische Betriebe die richtige ist!
Dies gilt auch im Hinblick auf die Nahversorgung. Die Gespräche mit der Firma Netto und ihrem Bauträger sind auf einem guten Weg und können bei rascher Umsetzung der Bauleitplanung und Erschließung hoffentlich bald zu einem guten Ende geführt werden!

Trotz der unbefristeten Übernahme unserer Auszubildenden in Vollzeit ab 01. September können die Personalkosten im Rathaus konstant gehalten werden. Möglich wurde dies durch die interne Wiederbesetzung von freiwerdenden Stellen mit jungen Mitarbeiterinnen aus dem Haus, welche gemäß Tarifvertrag eine niedrigere Entlohnung erhalten.

Der Gesamtanteil der Personalkosten am Verwaltungshaushalt beträgt rund 27,3 %, der der Verwaltung 11,2 % vom Verwaltungshaushalt.
Die Personalkostensteigerung von rund 105.000 € gegenüber dem Vorjahr im Kindergartenbereich resultiert aus der zusätzlichen Gruppe im Kindergarten Hegenlohe und dem daraus resultierenden erhöhten Personalbedarf.

Zunächst mag diese Personalkostensteigerung dramatisch erscheinen, jedoch ist eine gute Kinderbetreuung ein klarer Standortvorteil für unsere Kommune, auch bei der Vermarktung unseres Baugebietes.
Die in den letzten Jahren deutlich gestiegene Kinderzahl – gerade durch das Neubaugebiet – unterstreicht dies.

Nach dem Verkauf von 13 Bauplätzen im Jahr 2011 ist die Verwaltung zuversichtlich, das noch bestehende Entwicklungsdarlehen außerhalb des Gemeindehaushaltes in Höhe von rund 857.000 € in diesem Jahr ablösen zu können.

Der Schuldenstand im Kernhaushalt reduziert sich in 2012 weiter planmäßig um 29.000 € zum Jahresende auf rund 422.000 €. Dies ist eine im Landesschnitt betrachtet sehr niedrige Pro-Kopf-Verschuldung von 171 € je Einwohner; vergleichbare Gemeinden liegen Landesweit bei 413 € je Einwohner deutlich höher.

Es gehört aber zur Ehrlichkeit dazu, die Verschuldung in den Eigenbetrieben nicht außer Acht zu lassen:

Im Eigenbetrieb Wasserversorgung wird die Verschuldung um 49.000 € auf rund 800.000 € zum Jahresende 2012 reduziert. Diese Schulden sind auch kein Anlass zur Besorgnis, da Zins und Tilgung vollständig durch die erhobenen Gebühren abgedeckt werden und aus den notwendigen Investitionen in eine gute und zukunftsfähige Wasserversorgung resultieren.

Einen Schuldenzuwachs verzeichnen wir lediglich durch den Bau der Mehrzweckhalle im hierzu gegründeten Eigenbetrieb. Ende des Jahres werden wir hier eine Verschuldung von rund 1,3 Mio. € haben.

Falls es noch in diesem Jahr zu einer Realisierung des Baugebietes Thomashardt Ost kommen sollte, wird hier voraussichtlich wieder ein Entwicklungsdarlehen der Landesbank außerhalb des Haushaltes zum tragen kommen, zur Zeit werden hierfür Zinssätze von nur 1,9 % fällig. Prognostiziert sind für das Gebiet Gestehungskosten von grob 2,5 Mio. €.
Zum Vergleich: alleine zur Finanzierung des Baugebietes Hohenrain/Gassenäcker hat die Gemeinde damals ein solches Darlehen in Höhe von rund 6 Mio. € aufgenommen – mehr, als alle unseren bestehenden Schulden und mögliche Schuldenaufnahmen im Jahr 2012 zusammen ergeben.

Erfreulich ist, dass der Verwaltungshaushalt in diesem Jahr eine Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 62.000 € erwirtschaftet. Das heißt, der laufende Betrieb der Gemeinde erwirtschaftet einen – wenn auch äußerst bescheidenen – Überschuss für die Investitionen.

Durch die Auslagerung des Hallenneubaus in den Eigenbetrieb halten sich die Investitionsschwerpunkte im Vermögenshaushalt in überschaubaren Grenzen:

Für die Feuerwehr wurde ein neuer Mannschaftstransportwagen bestellt, basierend auf einem gebrauchten Kleinbus. Zur Zeit wird dieses Fahrzeug bei einer Spezialfirma für Feuerwehrzwecke umgebaut und ist Ende März abholbereit. Hierfür sind im Haushalt 18.000 € veranschlagt.

16.000 € sind für zusätzliche Urnenstelen auf dem Friedhof Thomashardt vorgesehen, da dort die vorhandenen Plätze nahezu aufgebraucht sind.

Die Sanierung des unteren Sportplatzes, welche im Frühjahr beginnt, schlägt mit 20.000 € zu Buche, die restlichen 100.000 € sind bereits im Jahr 2011 veranschlagt gewesen und werden über den zu bildenden Ausgaberest finanziert. Insgesamt hat die Gemeinde hierfür jedoch 190.000 € Schadensersatz erhalten.

Bereits in 2011 veranschlagt und über Ausgabereste abgewickelt werden folgende Projekte des Jahres 2012:

Die Sanierung des Bürgerzentrums, welche ebenfalls im Frühjahr beginnt, da wir als Auflage für den Schadensersatz bis Ende Oktober 2012 abgerechnet haben müssen.

Bereits im Bau befindet sich die DSL-Versorgung, welche bei entsprechender Witterung hoffentlich bald weiter geführt wird.

Weitere investive Schwerpunkte, die jedoch aus Haushaltstechnischen Gründen im Verwaltungshaushalt dargestellt werden müssen, sind der Gebäude- und Straßenunterhalt.
Es ist für mich unabdingbar, nicht nur neues anzugehen, sondern auch die vorhandene Infrastruktur zu pflegen und benutzbar zu halten.

Am augenfälligsten wird dies beim Gebäudeunterhalt bei der Betrachtung der Deckungsringe auf S. 110 des Planwerkes. Die Gesamtsumme für Gebäudeunterhalt steigt von rund 30.000 € im Vorjahr auf rund 51.000 € in 2012.
Wir hoffen, damit den Sanierungsstau in allen Gemeindegebäuden endgültig auflösen zu können und Ende 2012 wieder einen ordentlichen Zustand vorweisen zu können.
In den Folgejahren wird dieser Unterhaltungsaufwand wieder signifikant zurückgehen, da alle notwendigen Maßnahmen durchgeführt sind.

Der Zustand unserer Gemeindestraßen lässt zu wünschen übrig. Dies ist augenfällig und für Jedermann sofort zu erkennen.

Alle Gemeindestraßen und –wege wurden im Sommer 2011 vom Ingenieurbüro Lamparter und mir gemeinsam komplett begangen und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen aufgenommen.
Es geht hier jedoch nur um Maßnahmen, um weitergehende Schäden zu verhindern, nicht um Komplettsanierungen oder optische Verschönerungen.
Das Ergebnis der Sanierungskonzeption war erwartungsgemäß ernüchternd: es sind in den kommenden 5 Jahren fast 500.000 € notwendig, um die Gemeindestraßen und -wege instand und vor allem verkehrssicher zu halten. Dies haben wir in der internen Finanzplanung so vorgesehen und in diesem Jahr als Einstieg 60.000 € veranschlagt. Dies ist eine Verdopplung zum Vorjahr und eine Verdreifachung zum Jahr 2010.

Soviel von meiner Seite zum Haushalt.

Es ist zu hoffen, dass wir in den kommenden Monaten in der Eurozone nicht schon wieder in eine Wirtschaftskrise hineinschlittern. Dies kann jedoch leider niemand seriös vorhersehen, ebenso wenig die Entwicklung der kommunalen Finanzlage in den kommenden Jahren.“

Haushaltsrede Gemeindekämmerer Rieker:

„Anknüpfend an die Ausführungen vom BM möchte ich mich in meinen Hinweisen auf

Erläuterungen zum Verwaltungshaushalt beschränken.

Bei einer Prognose zur Situation in den nächsten Jahren fehlen mir leider die notwendigen hellseherischen Fähigkeiten zur konjunkturellen Entwicklung.

Die verschiedenen Faktoren, Arbeitsmarktlage, Wirtschaftswachstum, Exportsituation, Euro-Kurs - um nur einige zu nennen – beeinflussen sehr stark das Steueraufkommen von Bund und Land, und damit zwangläufig auch das der Kommunen.

Da bleibt einem Kämmerer eigentlich nur übrig, sich an den Prognosen der Wirtschaftsweisen und damit am jährlichen Haushaltserlaß zu orientieren.

Der sieht allerdings die Zukunft noch recht optimistisch.

Die mittelfristige Finanzplanung zeigt dadurch steigende Zuführungsraten des Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt auf.

Diese Zuführungsrate ermöglicht der Gemeinde eine bescheidene Investitionstätigkeit nach Abzug der laufenden Tilgungsausgaben.

Ein 2. Standbein zur Finanzierung von Investitionen oder die genauso wichtige Ansammlung von Rücklagen für schlechte Zeiten oder auch für Sondertilgungen sind die Bauplatzerlöse aus dem Neubaugebiet.

Es müsste eigentlich möglich sein, den derzeit bei ca. 800.000 Euro stehenden Restbetrag der Baugebietsfinanzierung dieses Jahr abzulösen.

Damit würden die restlichen Bauplätze direkt – je nach Verkauf – zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung stehen und die Zuführungsrate könnte ganz oder teilweise in den Sparstrumpf fließen.

Sie werden sich jetzt sicher fragen warum die Zuführungsraten sich nicht noch besser entwickeln.

Zum einen leisten wir uns eine sehr gut ausgebaute Kinderbetreuung, die den Verwaltungshaushalt jährlich nun über 300.000 Euro kostet.

Zum anderen ist die nächsten Jahre vorgesehen, die Straßen wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Das bedeutet nicht, dass ganze Straßenzüge einen komplett neuen Belag erhalten, sondern die partielle Reparatur von beschädigten Stellen. Allein dafür sind ab 2013 jährlich rund 100.000 Euro vorgesehen.

Damit wird klar, dass hohe Zuführungsraten mit 300 – 400.000 Euro nicht realistisch sind.

Die Steuereinnahmen der Gemeinde sind auch nicht uferlos noch oben anpassbar, wobei die Gewerbesteuer eigentlich immer das große Sorgenkind ist.

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets wird sich frühestens 2015 auf die Gewerbesteuereinnahmen auswirken.

Man sollte aber die niedrigen Gewerbesteuereinnahmen nicht nur negativ betrachten. Die geringen Schwankungen haben auch den Vorteil, dass bei uns die zweijährige Verzögerung im Finanzausgleich nicht die gravierenden Auswirkungen hat, wie in den Nachbargemeinden. Dort hatte der Konjunktureinbruch über die wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen bei gleichzeitiger Erhöhung der Finanzumlagen im Finanzausgleich den Verwaltungshaushalten ein Defizit in Millionenhöhe beschert. Das kann uns so nicht passieren.

Trotzdem wäre es für eine langfristige Stabilisierung der Ertragskraft des Verwaltungshaushalts wünschenswert, wenn die Gewerbesteuer hier sich im Bereich von 300 – 400.000 Euro jährlich einpegeln würde.

Aber nicht nur die Steuern, sondern auch die Gebühren prägen einen Verwaltungshaushalt.

Auf Ende des Haushaltsjahres wird die Verwaltung eine Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren vorlegen.

Der Wasserpreis kann voraussichtlich gehalten werden, jedoch wird die Abwassergebühr doch etwas steigen, da durch die Kanalauswechslung in Thomashardt und die Kläranlagensanierung in Hegenlohe kräftig investiert wurde und damit auch die höheren kalkulatorischen Kosten über die Gebühren zu decken sind.

Alles in allem bin ich mit diesem Haushalt 2012 – mit Blick auf die Berg- und Talbahn der vergangenen Jahre – einigermaßen zufrieden und hoffe, dass die Entwicklung in der Zukunft den Prognosen standhält.

Noch ein kleines Schmankerl zum Schluß meiner Ausführungen:

Der Haushalt 2011 ging noch von einer Zuführungsrate von rund 51.000 Euro aus.

Durch deutliche Mehreinnahmen beim Einkommensteueranteil und den Schlüsselzuweisungen wird der Rechnungsabschluß eine Zuführungsrate von über 150.000 Euro ausweisen.“

Im Anschluss zu den Ausführungen nahm der Gemeinderat das Zahlenwerk wohlwollend zur Kenntnis. Mehrere Gemeinderäte äußerten sich lobend zu den Projekten Mehrzweckhalle und sowie zum Gewerbe- und Wohngebiet „Thomashardt Ost“.
Einstimmig hat das Gremium anschließend die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2012 beschlossen.

Auswertung der Bauhof-Rapportzettel sowie der Bauhofauftragsliste 2011

Die Auswertungen mit den einzelnen Stundenaufschlüsselungen sowie die zusätzlichen 296 erledigten Aufträge des Kalenderjahres 2011 aus der Auftragsliste des Bauhofes wurden dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben. Ebenso wurde erläutert, wie viele Sollstunden für die Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag abzüglich von den durchschnittlichen Urlaubs- und Krankheitstage zugrunde gelegt werden.
Nach Erläuterung, wie viele Sollstunden für die Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag zugrunde gelegt werden äußerten die Gemeinderäte, dass es nun deutlich erkennbar wird, welche Vielzahl von Aufträgen vom Bauhof das Jahr über erledigt werden.

Vergabe weiterer Gewerke für die Mehrzweckhalle

Die neuerlichen Ausschreibungsergebnisse der weiteren Gewerke für die Mehrzweckhalle haben ein erfreuliches Ergebnis für die Gemeinde erbracht. Der bisher schon bestehende Kostenpuffer in Höhe von 46.000 € im Vergleich zur Kostenberechnung ist durch die guten Ausschreibungsergebnisse nun auf rund 95.000 € angewachsen.
Der anwesende Planer und Bauleiter Herr Rommel vom Planungsbüro Knecht erläuterte sämtliche Fragen des Gremiums zu den Ausschreibungen und den einzelnen Gewerken.
Der Bürgermeister betonte, dass hier erneut ausschließlich im beschränkten Verfahren ausgeschrieben wurde und sich somit nur der Gemeinde bzw. dem Planungsbüro bekannte und zuverlässige Firmen um die Aufträge bewerben konnten.
Nach längerer Diskussion, ob man sich für die ausgeschriebenen Bodenfliesen oder die vom günstigsten Bieter zusätzlich angebotenen alternativen Fliesen entscheiden solle, entschied sich das Gremium aus optischen Gründen für die alternativ angebotene Fliese. Herr Rommel versicherte, dass diese absolut gleichwertig zu den ausgeschriebenen Fliesen sei.
Auf Antrag wurden die Gewerke nicht einzeln sondern gesammelt zur Vergabe abgestimmt. Bei einer Enthaltung wurden die Gewerke wie folgt vergeben:

Schlosserarbeiten: Fa. Schmidt aus Kirchheim
Malerarbeiten: Fa. Kübler aus Auenwald
Fliesenarbeiten: Fa. Oberneyer&Gäbler aus Obermaßfeld
Sportgeräte: Fa. Benz aus Winnenden
Trockenbauarbeiten: Fa. Lück aus Backnang
Prallwandarbeiten: Fa. Karl Braun aus Haiterbach
Tischlerarbeiten: Fa. Holz Design aus Remshalden
Estricharbeiten: Fa. Estrich Benirschke aus Göppingen
Baureinigungsarbeiten: Fa. LiHa aus Lenningen
Umkleidebänke: Fa. Garderobia aus Filderstadt
WC-Trennwände: Fa. Meta aus Rengsdorf
Sportboden: Fa. SFS Süd aus Ditzingen

Sanierung Bürgerzentrum, Vergabebeschluss

Aus einem gerichtlichen Vergleich stehen der Gemeinde 200.000 € für die Sanierung des Bürgerzentrums zur Verfügung.
Nun liegen für die Gewerke Putz&Stuck, Klempnerarbeiten und Gerüstbau die Submissionsergebnisse vor. Leider liegen diese insgesamt rund 8.000 € über der Kostenberechnung. Jedoch zeigten sich sowohl der Architekt als auch der Bürgermeister zuversichtlich, dass diese Summe bei den Putzarbeiten durch teilweise noch tragfähige Untergründe und somit weniger Arbeitsaufwand wieder aufzuholen ist. Die Ausschreibung geht vom schlimmsten Fall, der kompletten Erneuerung der Außendämmung mit Putz aus.
Nach der Erläuterung der Fragen aus dem Gremium durch den Architekten wurden die Arbeiten wie folgt einstimmig vergeben:

Klempnerarbeiten: Fa. Dangel aus Lenningen
Gerüstarbeiten: Fa. Baisch aus Bad Urach
Putz- und Stuckarbeiten: Fa. Ernst aus Esslingen

Vergabe der Grünflächenpflege

Die beschränkte Vergabe der Grünflächenpflegearbeiten erbrachte ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr. Der günstigste Bieter war wieder die Firma Geistdörfer aus Altbach mit einem Angebotspreis von 18.564 €. Zusätzlich wurde von ihr noch ein Abgebot von 3 Prozent über die Angebotssumme bei Beauftragung über drei Jahre angeboten. Die Verwaltung hat deshalb die Vergabe über drei Jahre vorgeschlagen. Daraufhin wurde einstimmig beschlossen, die Grünflächenpflege für die kommenden drei Jahre an die Firma Geistdörfer aus Altbach zu vergeben.

Annahme einer Spende

Über die Annahme von folgender Spende hatte der Gemeinderat gem. § 78 Abs. 4 Gemeindeordnung zu entscheiden:
147,30 € von Erika Spengler, Lichtenwald, an den Kindergarten Thomashardt.
Der Gemeinderat hat einstimmig der Beschluss gefasst, diese Spende anzunehmen. Der Bürgermeister bedankte sich nochmals recht herzlich bei der Spenderin.

Bekanntgaben / Anfragen

Der Bürgermeister informierte das Gremium, dass es einen Interessenten für Bauplatz Nr. 50 im Baugebiet Hohenrain/Gassenäcker gebe und bat um Zustimmung zum Verkauf, wenn sich hierfür die Gelegenheit ergibt. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

Bürgermeister Rentschler gab bekannt, dass von Seiten des Regierungspräsidiums die offizielle Mitteilung im Rathaus eingegangen ist, dass alle Schurwaldübergänge voraussichtlich ab 01. April für LKW über 12t geschlossen werden, was bereits in der Presse berichtet wurde. Er zeigte sich hocherfreut über die für Lichtenwald gute Entscheidung, der ein langer Kampf von Bürgerschaft, Verwaltung und den betroffenen Bürgermeistern zusammen mit den Abgeordneten aus Bundes- und Landtag voranging.