Die Gemeinde Lichtenwald mit ihren 2.500 Bürgerinnen und Bürgern entspricht ungefähr 0,5 % der Einwohnerschaft des Landkreises Esslingen. Der Landkreis Esslingen rechnet damit, dass nach den letzten offiziellen Zahlen des Landes, bis zum Jahresende über 6000 Flüchtlinge im Landkreis Esslingen untergebracht werden sollen.

Demnach müssten bei einer gleichmäßigen Verteilung der Flüchtlinge im Kreisgebiet 32 Menschen in unserer Gemeinde untergebracht werden, hinzu kommen 11 Personen in der Anschlussunterbringung, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen ist, insgesamt also 43 Personen.

Ich bin froh, dass aus der Bürgerschaft inzwischen mehrere Angebote vorliegen.
Einmal für 12 Personen in Hegenlohe und einmal für 12 Personen in Thomashardt, um Flüchtlinge unterzubringen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Belegung durch das Landratsamt wird in Kürze erfolgen.

Dazu kommen weitere kleine Wohnungen, die dem Landratsamt angeboten wurden. Darin konnten einmal 4 Personen und einmal drei Personen bereits untergebracht werden. Zwei weitere kleine Wohnungen für insgesamt maximal 2-3 Personen befinden sich noch in Prüfung.

Dankbar bin ich auch, dass dem Landratsamt ein weiteres Angebot über eine größere Liegenschaft vorliegt.

Mit dem weiteren Angebot könnte es gelingen, dass wir die Aufnahmeverpflichtung auch im nächsten Jahr erfüllen können. Allerdings sage ich auch sehr deutlich, dass heute nicht abzuschätzen ist, was im nächsten Jahr an Flüchtlingen nach Deutschland kommen wird.

Dieses weitere Angebot wird derzeit vom Landkreis geprüft.

Ich bitte um Verständnis, dass ich dazu keine weiteren Einzelheiten nennen kann, da über die genaue Anzahl der Flüchtlinge und den Personenkreis gerade Gespräche zwischen den Eigentümern und dem Landkreis geführt werden.

Ich bin aber sicher, dass die mir bekannte im Raum stehende maximale Belegungszahl unsere Gemeinde nicht überfordern wird. Sie wird uns aber in die Lage versetzen, nach heutigem Kenntnisstand unseren Verpflichtungen auch im kommenden Jahr nachzukommen. Sicher ist auch, dass der Landkreis die Gemeinde unverzüglich über die Gesprächsergebnisse informieren wird. Sobald die Einzelheiten geklärt sind, werde ich Sie umgehend informieren.

Ich danke der Bürgerschaft, die den Landkreis mit ihren Angeboten bei der Unterbringung von Flüchtlingen unterstützt!

Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass Lichtenwald auch für die Betreuung der Flüchtlinge Ehrenamtliche Helfer benötigt. Bitte melden Sie sich diesbezüglich im Rathaus.

Auch hier setze ich auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger und bitte die Bevölkerung um Unterstützung.

  

Ihr

Ferdinand Rentschler

Bürgermeister