Aufstellung des Bebauungsplans

Öffentliche Auslegung gem. § 3 (2) BauGB i.V.m § 13a BauGB

Der Gemeinderat der Gemeinde Lichtenwald hat am 25.07.2017 in öffentlicher Sitzung aufgrund von § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen, für den Bereich "Forsthausareal – 1. Änderung" einen Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB aufzustellen.

Gleichzeitig hat der Gemeinderat der Gemeinde Lichtenwald am 25.07.2017 in öffentlicher Sitzung den Bebauungsplanentwurf und die örtlichen Bauvorschriften "Forsthausareal – 1. Änderung" gebilligt und beschlossen, diese nach § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich auszulegen.

Der Änderungsbebauungsplan „Forsthausareal – 1. Änderung“ hat zum Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau einer Wohn- und Pflegeanlage sowie 17 Wohnungen im „Wohnen mit Service“-Modell zu schaffen.

Im Verlauf der Planungsphase zu den Gebäuden wurden für den Bauträger diverse Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Forsthausareal“ erforderlich, um das Konzept des Seniorenwohnens realisieren zu können.

Durch den Bebauungsplan sollen nun die Änderung in Bezug auf die projektierten Gebäude planungsrechtlich aufgenommen und gesichert werden.

Eine höhere Überbauung der Grundstücke durch die Bebauungsplanänderung kann ausgeschlossen werden, da die im Bebauungsplan „Forsthausareal“ festgesetzte Grundflächenzahl von 0,4 nicht verändert wird.

Städtebauliches Konzept

Die Wohn- und Pflegeanlage soll auf den Flurstücken 2/4 und 160 zwischen der Hegenloher Straße und dem Kirchweg errichtet werden. Die geplante Nutzung unterteilt sich in das Hauptgebäude zentral im Gebiet gelegen sowie drei kleinere Punkthäuser entlang des Kirchwegs.

Die Pflegeanlage im Hauptgebäude beinhaltet 30 Pflegebetten sowie Gemeinschaftsräume. In den Punkthäusern entlang des Kirchwegs sind zudem 17 barrierefreie Wohnungen im „Wohnen mit Service“-Modell geplant.

Die Erschließung ist fußläufig sowohl vom Kirchweg als auch von der Hegenloher Straße geplant, wobei der Hauptzugang der Anlage über die Hegenloher Straße verläuft.

Die verkehrliche Erschließung erfolgt ausschließlich über die Hegenloher Straße. In diesem Bereich ist auch die Zufahrt zur Tiefgarage geplant, welche alle für die Wohn- und Pflegeanlage benötigten Stellplätze abdecken kann.

Eine optische Gliederung der Baukörper sowie ein zurückgesetztes Dachgeschoss ermöglichen ein harmonisches Einfügen in die Bestandsbebauung.

Es handelt sich bei dem Bebauungsplan um einen Bebauungsplan der Innenentwicklung, der im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB aufgestellt werden kann. Hierbei kann auf die frühzeitige Beteiligungsstufe sowie die Erstellung eines Umweltberichts verzichtet werden.

Der Bebauungsplan wird ohne die Durchführung einer Umweltprüfung nach

  • 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt.

Für den Planbereich ist der Bebauungsplanentwurf der SI Beratende Ingenieure GmbH + Co. KG vom 25.07.2017 maßgebend. Er ist nachfolgend unmaßstäblich dargestellt.

Der Entwurf des Bebauungsplanes mit den planungsrechtlichen Festsetzungen, den örtlichen Bauvorschriften und der Begründung liegt

vom 07.08.2017 bis einschließlich 07.09.2017

im Rathaus Thomashardt, Hauptstraße 34

öffentlich aus und kann während der üblichen Dienstzeiten

Montag:                                        08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

                                                   14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag:              08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

                                                   14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Mittwoch:                                      08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

eingesehen werden.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen zum Bebauungsplan und den örtlichen Bauvorschriften schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben

(§ 4a Abs. 6 BauGB).

Auf die Rechtsfolge einer Stellungnahme für gerichtliche Normenkontroll-Verfahren gegen den Bebauungsplan wird hingewiesen: Ein Antrag auf Normenkontrolle ist unzulässig, wenn der Antragsteller nur Einwendungen geltend macht, die im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätte geltend gemacht werden können

(§ 47 (2a) VwGO).

Lichtenwald, den 25.07.2017

gez. Rentschler, Bürgermeister

 

Textteil zum Bebauungsplan (Entwurf)    

Begründung zum Bebauungsplan (Entwurf)